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12:56:40 - Kirchheim Erleben-Magazin Herbst/Winter 2012

17 Ob beim gemütlichen Einkaufsbummel oder bei eiligen Erledigungen – in Kirchheim wird man stets von einer an- genehmen Einkaufsatmosphäre begleitet. Das liegt zum einen natürlich an den zahreichen gewachsenen, enga- giert geführten Ladengeschäften, die das Bild der Kirch- heimer Innenstadt prägen. Zum anderen machen auch die vielen liebevoll restaurierten Fachwerkhäuser einen großen Teil des Charmes unserer Stadt aus. Meist bleibt jedoch leider keine Zeit, um diese Schmuckstücke be- wusst wahrzunehmen. Der folgende Bericht über die Ge- schichte und die Besonderheiten der Kirchheimer Fach- werkkunst soll dazu beitragen, dass man in Zukunft auch mal den einen oder anderen Blick auf diese tolle Kulisse wirft und sich damit eine kleine Auszeit vom hektischen Alltag gönnt ... Die ältesten bisher bekannt gewordenen Fachwerkhäuser reichen in Kirchheim bis in die Anfänge des 15. Jahrhunderts zurück. Am ältesten ist das sogenannte „Schlössle“ im Frei- hof, dessen inneres Holzgerüst durch Jahrringdatierung (Dendrochronologie) in das Jahr 1427 datiert werden konn- te. Nahezu ebenso alt ist der Kern des Hauses Gerberstraße 11, das 1430 erbaut wurde. Bei- de Gebäude sind später mehrfach umgebaut und teilweise erweitert worden. Eine größere Anzahl von Gebäuden datiert in das 16. Jahr- hundert. Dazu gehören die ehemalige Latein- schule in der Innenstadt, das heutige „Max- Eyth-Haus“, um 1540 erbaut sowie das Kirchheimer Schloss, ein ehemaliges Festungs- bauwerk, 1538 bis 1542 errichtet. Weitere Ge- bäude dieser Zeitstellung gibt es im Bereich der ehemaligen Kirchheimer Vorstädte. Erwähnens- wert sind vor allem das „Alte Haus”, 1538 erbaut, die ehemalige Spitalmühle in der Alleenstraße, die in der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts erbaut wurde und das nur unweit gelegene alte Forsthaus von 1571. Der ehemalige Eindachhof von 1580 am Ende der Gerberstraße gegenüber des ehemaligen Hauptgebäudes des Kirchhei- mer Schlachthofes steht kurz vor dem Abriss. Die schönsten der noch erhaltenen Fachwerkgebäude be- finden sich in der Kirchheimer Innenstadt. Sie stammen zu- meist aus den beiden Jahrzehnten nach dem großen Stadt- brand vom August 1690, der fast alle Gebäude in Schutt und Asche legte. Inzwischen sind jedoch nahezu alle Häuser in- nen und außen grundlegend verändert worden, vor allem durch den Einbau von Wohnungen in sonst ungenutzten Dachstockwerken, die Einfügung ganzer Stockwerke und umfangreiche Fassadenveränderungen durch den Einbau neuer und größerer Fenster. Rossmarkt, LiquVino / Eiscafé Italia Marktstraße5,BlumenGerber Fachwerk in Kirchheim

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