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magazin kirchheim erleben herbst/winter 2011

Kontakt: VfL Kirchheim unter Teck e.V. Abteilung Fußball Jesinger Straße 105a 73230 Kirchheim unter Teck Verbandspokals insgesamt mehrere Tausend Fans an die Jesinger Allee. Einen hohen Stellenwert hat beim VfL die Jugendarbeit, die praktisch seit Anbeginn intensiv betrieben wird. Im Zuge dessen wurde im Juli 2003 die VfL-Fußball- schule gegründet, die sich der Talentförderung verschrieben hat – diese Fußballschule ist für alle Jugendteams gedacht. An der Schule können Jungen und Mädchen Fähigkeiten entwickeln, die ihnen nicht nur sportlich, sondern auch in sozialer Hinsicht zum Vorteil gereichen können. Auch einige Fußball-Größen sind frühere VfL-Jugendspieler – wie der aktuelle VfB-Profi Christian Gentner, Thomas Brdaric (Ex- Profi von Hannover 96) Trainer-Wandervogel Wolfgang Frank (FC Carl Zeiss Jena) und aktuell der Hoffenheimer Jung- Profi Dominik Kaiser. Im Jubiläumsjahr 2011 hat die VfL-Fuß- ballabteilung ein attraktives Programm auf die Beine gestellt. Höhepunkte waren unter anderem der feierliche Jubiläums-Festakt im Januar in der Stadthalle, das Eventspiel der Kirch- heimer Oberligamannschaft gegen den VfB Stuttgart im Juli, die Ausrichtung des Teckbotenpokal-Turniers sowie der noch anstehende Auftritt des Kabarettisten Uli Keuler im Dezember. Dabei bewies die Abteilung, dass sie sich vom finanziell bedingten Rückzug der Oberligamannschaft und den sich anschließenden Per- sonalquerelen nicht unterkriegen ließ. 100 Jahre Kirchheimer Fußball – die Anfangsjahre waren schwierig, manchmal opferreich, die Neuzeit im positiven wie im negativen Sinne aufregend. Bleibt zu hoffen, dass der VfL bald wieder in ruhigerem Fahrwasser unterwegs ist. Nachdem die VfL-Fußballmannschaft bis 1949 in der Lan- desliga Württemberg spielte, konnte sie dieses Niveau auf Dauer nicht halten und musste ab der Saison 1952/1953 wie- der mit der zweiten Amateurliga vorlieb nehmen. Weil der Wiederaufstieg nicht gelang, war 1961 die Freude über den württembergischen Pokalsieg umso größer. Im Metzinger Otto-Dipper-Stadion wurde der TSV Ehningen vor 2000 Zuschauern mit 7:1 vom Platz gefegt. Der Empfang in Kirchheim war dem Triumph entsprechend enthusiastisch. Als die Spieler eintrafen, spielte die Stadtkapelle auf. Die folgenden Jahre waren geprägt von Höhen und Tiefen, schließlich folgte nach einer radikalen personellen Verjün- gungskur 1978/79 der VfL-Abstieg in die Bezirksliga. Die sportliche Trendwende folgte prompt – in Aufstiegen im Zwei-Jahres-Rhythmus: Nacheinander stieg die Mannschaft erst in die Landesliga, dann in die Verbandsliga und schließ- lich in die baden-württembergische Oberliga auf (1986/87) – nach zwei ebenso überzeugenden wie episodenreichen Qualifikationsspielen gegen den südbadischen Vertreter TuS Lörrach-Stetten (2:1, 3:0). Der Erfolg damals hatte viele Väter – drei davon waren Helmut Gross (Trainer), Hans Köber (Abteilungsleiter) und Roland Hirsch (Torjäger). Es war aus heutiger Sicht die absolute Hoch-Zeit des Kirchheimer VfL-Fußballs, der oft mit fünf, sechs Spielern in der württembergischen Amateuraus- wahl vertreten war. Am Ende klopfte das Ausnahmeteam sogar an der Tür zur Zweiten Bundesliga an. Seit den 90er-Jahren durchlebte der VfL vie- le sportliche und emotionale Wechselbäder. Finanziell musste der Verein durch schweres Fahrwasser – der Fiskus forderte eine Steuer- nachzahlung in sechsstelliger Höhe. Die Fi- nanzkrise hätte beinahe zur Auflösung der Fußballabteilung geführt. Der größte Erfolg der VfL-Fußballer war die Oberliga-Meisterschaft und der Aufstieg 1997 in die Regio- nalliga Süd. Inzwischen war der VfL wieder in der Oberliga angekom- men und lieferte im Kirchheimer Stadion in den vergangenen Jahren manches denkwürdige Fußball- spiel. Das DFB Erstrunden-Pokal- spiel am 31. August 2003 gegen den Bundesligisten Hannover 96 (0:3) vor der Rekordkulisse von 4550 Zuschauern und das Freundschaftsspiel gegen den VfB Stuttgart zwei Jahre spä- ter waren für die Fans der Blauen zwei echte Höhepunkte. Darüber hinaus lockte das Stadion in den Jahren 2000, 2006 und 2011 als Austragungsort des württembergischen Fotos: • VfL Kirchheim unter Teck e.V. Abteilung Fußball • GO Verlag GmbH & Co. KG • Stadtarchiv Kirchheim unter Teck • Privat 32