Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

Magazin Kirchheim Erleben Frühjahr/Sommer 2011

Werkstatt für Behinderte Die Erwachsenen mit Behinderung besuchen tagsüber die Werkstatt für behinderte Menschen im Kruichling in Kirchheim und übernehmen wichtige Mon- tageaufgaben für Produkte aus der Industrie. Begehrt sind die Arbeitsplätze in Firmen, mit denen die sogenannten „WEK” („Werkstätten Esslingen Kirchheim”) kooperieren. Seit mehre- ren Jahren arbeiten verschiedene behinderte Mitarbeiter in der Firma Reinert in Bissingen und sind ein wichtiger Teil im kolle- gialen Miteinander. Abends und am Wochenende können sie die Freizeitangebote des AKB und der Lebenshilfe besuchen. Wohnheim und Außenwohngruppe In jeder Wohngruppe im Wohnheim und in der Außenwohn- gruppe wohnen jeweils acht erwachsene Männer und Frau- en in Wohngruppen zusammen, bereiten miteinander ihre Mahlzeiten zu und gestalten gemeinsam ihre Freizeit. Jeder ist mitverantwortlich, im Rahmen seiner Möglichkeiten die erforderlichen Besorgungen zu erledigen und sein Zimmer in Ordnung zu halten. Dazu gehören „Wohnen allein mit Nachbarn” bzw. „Ambulant Unterstütztes Wohnen” Im „Ambulant Unterstützten Wohnen“ der Lebenshilfe Kirch- heim werden 14 Menschen, davon die meisten allein in einem Appartement, und drei Erwachsene zusammen in einer Wohngemeinschaft von Mitarbeiterinnen begleitet. Die vier Frauen und acht Männer leben in Wohnungen mit Familien, Paaren oder Alleinstehenden in Mehrfamilienhäusern zu- sammen. Diese befinden sich in Dettingen, Kirchheim und Wendlingen. Dazugehörigkeit kann sich in dieser Wohnform für Menschen mit Behinderung ergeben. Folgende Voraus- setzungen sind hilfreich: • die Menschen mit Behinderung sind aufgeschlossen und haben Interesse am Kontakt zur Nachbarschaft bzw. am kulturellen Leben in der Gemeinde • die Nachbarinnen und Nachbarn, die Menschen in der Gemeinde, sind aufgeschlossen, haben ein Interesse am 3333 Stiftung der Lebenshilfe Kirchheim Die Mitglieder des Kuratoriums konnten aus den beschaulichen Erträgen der Stiftung in den vergangenen Jahren vielfältige Projekte wie den Auszug ins „Ambulant Unterstützte Wohnen”, den Start des Projekts „Freiwillige”, ein großes Spielgerät im Carl-Weber-Kindergarten sowie die dortige Ganztagsbetreuung unterstützen. Unterstützen Sie die Stiftung durch eine Spende oder ein Vermächtnis. Die Menschen mit Behinderung in der Region werden es Ihnen danken. Mehr Informationen unter www.lebenshilfekirchheim.de Kontakt zu Menschen (auch mit einer Behinderung) • es bestehen Angebote, die auch von den unterschied- lichen Bürgern genutzt werden können • es gibt gemeinsame freie Zeiten, in denen Begegnung stattfinden kann Aus diesen genannten Gründen sieht die Einbeziehung der Menschen mit Behinderung im Alltag derzeit ganz unter- schiedlich aus. Es gibt einige, die sind bei ihren Nachbarn gut bekannt, beliebt, leisten nachbarschaftliche Dienste oder können sich Unterstützung selbst erbitten. Einige Beispiele: Müllbehälter für die älteren Nachbarn zur Abfuhr bereitstellen, kleine Besorgungen machen, im Urlaub für Briefkastenleerung sorgen, den Nachbarn mit der Bohrmaschine fragen, ob er beim Aufhängen des Regals behilflich ist ... Außerdem gibt es einige, die bei jedem Stadtfest dabei sind, als Fans die Basketballmannschaft unterstützen, sich in christlichen Ge- meinden engagieren, am Vereinssport teilnehmen oder ein Eh- renamt begleiten, wie z.B. beim Altennachmittag zu bedienen. Während solcher Beteiligungen werden bei der Frage, ob sich die Menschen im „Ambulant Unterstützten Wohnen” da- zugehörig fühlen, viele mit „ja“ antworten. Doch gibt es auch Personen, die sich (noch) nicht trauen, sich offensiv zu be- teiligen oder lieber für sich bleiben, zurückgezogen leben. Es gibt auch Nachbarinnen und Nachbarn, die kein Interesse haben am Kontakt zu anderen – und somit auch nicht zu Menschen mit Behinderung. Die Aufgabe für die Mitarbeiter- innen und Mitarbeiter des AUW liegt darin, das Bestmögliche zu erreichen: auf allen Seiten auszuloten, wo die Interessen liegen und überall da, wo ein Miteinander möglich scheint, unterstützend tätig zu werden.