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Magazin Kirchheim Erleben Frühjahr/Sommer 2011

der wunderbaren Atmosphäre hier im Café. Die Kuchenaus- wahl ist auch immer reichhaltig, die Bedienung sehr freund- lich und man findet Leute, mit denen man einen schönen unterhaltsamen Nachmittag verbringen kann.“ Das Café Paradiesle soll ein Ort der Begegnung sein. Und gerade das wird von vielen Besuchern geschätzt, wie Familie Schaal aus Frickenhausen erzählt: „Wir kommen mit unseren Kindern gerne her, weil es hier sehr schön ist. Uns ist auch wichtig, dass hier das Zusammentreffen von Menschen mit und ohne Behinderung selbstverständlich ist. Unsere Kinder sind begeistert vom Spiele-Schrank. Sie können einfach mit anderen Kindern spielen und wir können in aller Ruhe Kaffee und Kuchen genießen und uns mit anderen Gästen unter- halten. Die Preise sind auch sehr familienfreundlich.“ Herr Schwend, ein Mitarbeiter mit Behinderung, berich- tet von einem ganz normalen „Café-Sonntag“: Herr Schwend, seit wann arbeiten Sie im Café Paradiesle? Seit 13 Jahren, solange wie meine Mutter. Wie oft haben Sie Café-Dienst? Ich habe immer mal wieder Dienst. Es gibt einen Plan, wie oft man dran ist. Die verschiedenen Teams wechseln sich ab. Was gibt es hier im Café alles zu tun? Wir fahren von zu Hause schon früher weg und holen zuerst noch einige Kuchen ab. Zuerst bei einer Frau in Frickenhau- sen, danach bei einer Frau in Nürtingen, erst dann fahren wir nach Kirchheim. Um 14.00 Uhr öffnet das Café, wir Mitar- beiter sind aber schon früher da. Andere Leute kommen und bringen auch noch etwas – wie z.B. Schwarzwälder Kirsch- torte; das ist meine Lieblingstorte, die esse ich gerne. Mein Freund Achim und seine Mutter arbeiten auch in meinem Café-Team mit. Achims Mutter kauft die Sachen ein, die wir sonst noch so brauchen: Seelen, Brötchen, Brezeln zum Belegen mit Wurst, Käse und Salat. Eine von den Müttern schneidet die Kuchen auf und tut die Kuchen gleich auf Tel- ler und wir stellen sie an die Theke, damit die Gäste sich die Kuchen anschauen können. Was muss man eigentlich noch alles machen, bevor die ers- ten Gäste kommen? Da muss man Tischdecken hintun und Blumen hinstellen. Die Blumen kaufen meine Mutter und ich vorher und bringen sie mit. Dann müssen noch Milch und Zucker auf jeden Tisch und die Speisekarte mit den Bildern, wo man schön sieht, was es gibt. Wenn Sie alles schön vorbereitet haben, was machen Sie dann? Manchmal bin ich in der Küche und manchmal draußen beim Bedienen. Ich schaue und wenn Leute kommen, helfe ich, denen die Jacke ausziehen und aufhängen. Wenn alte Leute kommen, muss ich ein wenig nachhelfen. Ich bediene die Leute, wenn sie sitzen. Dann warte ich erst noch ein biss- chen, bis sie Trinken und Essen ausgesucht haben. Dann frage ich, was für einen Kaffee sie wollen, einen großen oder einen kleinen. Achim ist der Kassierer. Seine Mutter guckt, dass Achim alles richtig macht. Manchmal sagt Achim: „Kannst du mir ein bisschen helfen?“, und dann hilft sie. Was gefällt Ihnen am besten am Café Paradiesle? Am schönsten ist es, wenn Bekannte von mir zu Gast sind. Bekannte kommen gerne ins Café und die freuen sich ganz arg auf mich und ich freue mich auf sie. Wenn jemand Bekanntes zur Türe reinkommt, freue ich mich ganz arg und flippe gleich aus. So ist das. Welche Aufgaben machen Ihnen am meisten Spaß? Die Küche, weil ich dort das Essen und die ganzen Sachen sehe. Das sieht so gut aus, da bekomme ich gleich Hunger. Was passiert, wenn alle Gäste gegangen sind? Dann räumen wir auf. Aufräumen bedeutet bei uns, dass Frau Buck die Tischdecken alle mit zu sich nach Hause nimmt und dort tut sie sie waschen und bügeln und bringt sie wieder her. Frau Oelschlaeger kehrt den Boden. Ich stelle die Stühle hoch. Das ist ganz schön viel Arbeit. Vielen Dank Herr Schwend für Ihre Informationen über das Café Paradiesle. Sind Sie neugierig geworden? Dann kommen Sie doch mal bei uns vorbei. Wir freuen uns, Sie als Gast bei uns zu begrüßen! Haben Sie Lust, ein Café-Team zu verstärken oder ab und zu einen Kuchen zu spenden? Dann schnuppern Sie an einem Sonntag von 14 - 17 Uhr (außer in den Schulferien) bei uns rein! Ansprechpartnerin für Fragen und weitere Informationen: Annette Weißenstein, Tel.: 0 70 21/9 70 66-12, E-Mail: a.weissenstein@lebenshilfekirchheim.de 32