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Magazin Kirchheim Erleben Herbst/Winter 2010

Landwirtschaft dominierte. Seinen rein bäuerlichen Charakter verlor das Dorf 1897 durch die auf Markung Bissingen er- richtete mechanische Baumwollweberei der Firma Kolb & Schüle. 1938 entstanden an der Straße nach Dettingen die Werkanlagen der Firma Wolf Hirth GmbH. Durch die Ansied- lung weiterer Industrie- und Gewerbebetriebe nach dem Zweiten Weltkrieg änderten sich die wirtschaftlichen Verhält- nisse der Gemeinde Nabern allmählich. Die Wohnungszählung des Jahres 1950 ergab einen Bestand von 127 Wohngebäuden mit 161 Wohnungen. Die seit 1861 nahezu konstante Einwohnerzahl von rund 450 erhöhte sich durch die Aufnahme von Heimatvertriebenen auf 710 im Jah- re 1950. Von 400 im Erwerbsleben stehenden Personen war die Hälfte noch in der Landwirtschaft tätig; 170 standen aus- wärts als Pendler in Arbeit, die restlichen 30 Personen übten ihr Handwerk oder Gewerbe im Ort aus. Zahlreiche Infrastrukturmaßnahmen, wie z. B. Baulander- schließung, Flurbereinigung, Kanalisation, Kläranlage, Stra- ßen- und Wegebau, das neue Rathaus, die Ansiedlung zahl- reicher Wirtschaftsunternehmen, schufen 1.200 Arbeitsplätze. Nabern entwickelte sich zur bevorzugten Wohngemeinde mit einem Bevölkerungsstand von über 1.500 Einwohnern im Jahre 1972. Zum 1. Januar 1974 wurde Nabern Stadtteil von Kirchheim unter Teck. Die Aufstellung eines Dorfentwick- lungsplanes 1981 mündete in die neu gestaltete, 1993 fertig gestellte Ortsmitte. Das 2001 der Öffentlichkeit übergebene Bürgerhaus Zehntscheuer setzt in historischer Bausubstanz einen reizvollen Akzent als kultureller Mittelpunkt Naberns. Text und Fotos: Stadtarchiv Kirchheim unter Teck weitere Fotos Wolfgang Feiler Das Naberner Wappen Zweimal geteilt, oben in Silber eine schwarze Hirschstange, in der Mitte in Grün die silbernen Buchstaben NA, unten in Silber ein grüner Eichen- zweig. 21