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Magazin Kirchheim Erleben Herbst/Winter 2010

Propstei, die 1284 erstmals urkundlich genannt wird. Die Propstei, auch als Abtshof oder einfach Hof genannt, wurde zum wirtschaftlichen Mittelpunkt des Dorfes. Zunächst ca. 150 Jahre von zahlreichen Einkünften begünstigt, verkaufte 1453 das verarmte Kloster St. Peter den Abtshof und die übrigen Güter in Jesingen an die Grafen von Württemberg. Eine weitere bedeutende geistliche Grundherrschaft war das Kirchheimer Dominikanerinnenkloster. In der Reformations- zeit gelangte der Kirchheimer Klosterbesitz an die Herrschaft Württemberg, die fortan die wesentlichsten grundherrlichen Rechte in ihrer Hand vereinte. 1519 hatte der Schwäbische Bund im Krieg gegen Herzog Ulrich sein Heerlager zwischen Jesingen und Holzmaden. Die Truppen brannten in Jesingen 29 Gebäude und die Zehntscheuer nieder. Vor dem Dreißigjährigen Krieg betrug die Einwohnerzahl etwa 500 Personen. 1643 erlitt Jesingen durch die Kämpfe zwischen Franzosen und Bayern schweren Jesingen Der Ortsname Jesingen taucht erstmals im Jahre 769 in der schriftlichen Überlieferung auf. Zwei Männer namens Sul- mann und Hildrich schenkten ihren in Jesingen gelegenen Besitz dem Reichskloster Lorsch an der Bergstraße. 904 gab das Kloster Lorsch seinen Besitz in Jesingen im Tausch an einen Ruodpert; dann hört man über 200 Jahre lang nichts mehr von der Geschichte des Ortes. Erst mit dem Jahre 1112 taucht Jesingen wieder in zahlreichen Urkunden auf. Der Ort gehört nun zum Herrschaftsgebiet der Herzöge von Zährin- gen. Von diesen kam Jesingen – entweder unmittelbar im 12. Jahrhundert oder aber über die Herzöge von Teck im 13. Jahrhundert – an die Grafen von Aichelberg. 1330 ging Jesingen mit der halben Grafschaft Aichelberg an die Grafen von Kirchberg über, die es bereits 1334 an Württemberg verkauften. 1420 galt die Vogtei über das Dorf als ein zur Grafschaft Aichelberg gehörendes Reichslehen. Eine andere Entwicklung als die Landeshoheit nahm die Grundherrschaft. Konrad von Zähringen hatte seinen Besitz zu Jesingen seinem Hauskloster St. Peter geschenkt. Zur Verwaltung seiner zahlreichen Besitzungen im Ort und in der Nachbarschaft errichtete das Kloster in Jesingen eine 18