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Magazin Kirchheim Erleben Herbst/Winter 2010

Das Ötlinger Wappen Im geteilten Schild oben in Blau ein halbes, mit Kesselrinken besetztes silbernes Kreuz, unten von Gold und Schwarz schräg rechts geweckt die Teck’schen Rauten. In Ötlingen, das 1935 1.348 Einwohner hatte, hielt sich die Verstimmung über die Eingemeindung nach Kirchheim unter Teck bis über den Zweiten Weltkrieg hinaus. 1946 bildete sich in Ötlingen ein Ausschuss „zum Zwecke der Ausgemeindung aus dem Stadtverband Kirchheim“. Den fünf Mitgliedern des Ausschusses gelang es, bis 1949 rund 400 Unterschriften Öt- linger Bürger beizubringen, die für eine Ausgemeindung ein- traten. Zwar kamen die Ötlinger mit ihrem Anliegen nicht zum Ziel, zweifelsohne wurden aber diese Aktivi- täten von der Stadt Kirchheim unter Teck als Signal aufgefasst und bereits vor dem Zwei- ten Weltkrieg zugesagte Bauvorhaben ab 1952 zügig durchgeführt: Verlegung des Kegelesbaches und Kanalisation der Stutt- garter Straße, Bau der Eduard-Mörike- Schule und der Haldenschule, Ausbau der Stuttgarter Straße, Sportplatz Rübholz, Er- schließung zahlreicher Baugebiete u. a. Obwohl sich bereits im 19. Jahrhundert erste Industriebetriebe ansiedelten, do- minierte bis um 1900 die Landwirtschaft. Mit den Firmen Müller, Spieth und Le- ckebusch veränderte sich die Gemein- destruktur. Den endgültigen Wandel zur Industriegemeinde dokumentiert das Jahr 1951, als über 600 Arbeitsplätze alleine in den größeren Betrieben vor- handen waren. Mit dem Niedergang alteingesessener Firmen seit den 60er Jahren veränderte sich die Struktur erneut. Durch zahlreiche Baulanderschließungen in den 60er bis 80er Jahren des 20. Jahrhunderts veränderte sich Ötlingen zu einem bevorzugten „Wohn“-Stadtteil, der zahlreiche neue Bürger anzieht. 1992 konnte sich dank eines Beschlusses des Gemeindera- tes in Ötlingen ein Ortschaftsrat konstituieren. Viele Wünsche und Erwartungen begleiten seitdem die Arbeit der Ort- schaftsräte und ihres ehrenamtlichen Ortsvorstehers. 15