Magazin - Kirchheim erleben - Frühjahr/Sommer 2010

16 Neue Industriegebiete entstanden, die Verkehrsverhältnisse wurden verbessert, zahlreiche Wohngebiete ausgewiesen und Schul- und Sportstätten errichtet. Das Industriegebiet Bohnau, die Südumgehung und die Bahnhofsverlegung, das Wohngebiet Schafhof, Teck-Center mit Stadthalle und das Schlossgymnasium können hier nur beispielhaft genannt werden. Im Rahmen der Innenstadtsanierung findet das Be- streben der Stadt, historisch Gewachsenes zu erhalten, im- mer wieder Anerkennung. Nachdem 1973 der Kreis Nür- tingen aufgelöst und der Sitz des Landratsamtes nach Esslingen verlegt wird, hatte dies für Kirchheim zunächst kei- ne Auswirkung. Erst die anschließende Gemeindereform brachte zum 01.01.1974 die Eingliederung Naberns und mit Wirkung vom 01.09.1974 die von Jesingen. Die Stadt ist Teil des 1994 gegründeten Verbands Region Stuttgart. 2009 er- bringt die Weiterführung der S-Bahn-Linie 1 bis Kirchheim unter Teck auch eine engere Verkehrsanbindung an die Me- tropolregion. Kirchheim unter Teck ist eine geglückte Einheit von Stadt und Landschaft mit besonderer Atmosphäre. Eine Stadt, zu der man immer wieder gerne zurückkehrt und in der es sich gut leben lässt. Die älteste Überlieferung eines Wappens der Stadt Kirchheim unter Teck ist auf ei- nem Siegel vom 6. November 1295 nachgewiesen. Es zeigt im gespaltenen Schild links eine halbe sogenannte „Kirchspange“ und rechts die Rauten der Herzöge von Teck, Stadtherren bis zum Übergang der Stadt an Württemberg im 14. Jahrhundert. In der heute noch gültigen Form findet sich das Stadtwappen auf einem Siegel vom 24. August 1467. Es zeigt unter goldenem (gelben) Schildhaupt, darin eine schwarze Hirschstange, in Blau ein mit Kesselrinken besetztes silbernes (weißes) Kreuz (Kirchspange). Die Hirschstange symbolisiert die Zugehörigkeit der Stadt zu Württemberg. Das mit Kesselrinken besetzte silberne (weiße) Kreuz wurde früher „Kirchspange“ (Kirch- heimer Spange) genannt. Es handelt sich hierbei um eine seltene Wappenfigur, die aus den Beschlägen und Verstärkungen (mhd. „Spange“) mittelalterlicher Schilde hervorgegangen ist und wohl über das Wappen einer Adelsfamilie in das erste Wappen der Stadt Kirchheim unter Teck gelangte. Das Kirchheimer Wappen Text und Fotos: Stadtarchiv Kirchheim unter Teck

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