Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

Magazin Kirchheim erleben Herbst/Winter 2013

Eduard Friedrich Maximilian Eyth, seit 1896 Max von Eyth, wurde am 6. Mai 1836 in Kirchheim unter Teck geboren. Er starb am 25. August 1906 in Ulm. Der deutsche Ingenieur, Schriftsteller und Zeichner Max Eyth wurde als Sohn einer schwäbischen Theologenfamilie in Kirchheim unter Teck geboren. Beide Eltern waren auch schriftstellerisch tätig: So gab zum Beispiel der Vater, neben seiner theologischen Tätigkeit, außer eigener Lyrik noch his- torische und literaturgeschichtliche Werke heraus, darunter Übersetzungen griechischer Klassiker. Seine Schulzeit ver- brachte der junge Max in Heilbronn, ebenso seine ersten Lehrjahre als Schlosser. Max Eyth Schwielen Das Leben hat vernietetMir manchen Freudentag;Es hat mich hart geschmiedetMit manchem Hammerschlag.Wie oft hat meiner FeileDas Herz den Takt geklopft!Wie manche heiße WeileHat’s von der Stirn getropft!Der Arm ist worden sehnig;Das ist des Schweißes Zoll;Ich geb’ sie keinem König,Die Hand, so schwielenvoll!Das Aug’ hat überflutetDer Träne heißer Lauf.Das Herz hat mir geblutet.Und ich bin stolz darauf. 21Fotos: Stadtarchiv, Kirchheim unter Teck Von 1852 bis 1856 studierte er am Polytechnikum Stuttgart Maschinenbau und sammelte seine ersten Berufserfahrun- gen in einer Dampfmaschinenfabrik. Er stieg zum techni- schen Zeichner auf, später wurde er auch mit Konstruk- teursaufgaben beauftragt. Seine Arbeitssuche führte ihn 1861 nach England, wo er bei der führenden englischen Dampfpflugfabrik Fowler in Leeds eintrat und die Auslands- vertretung für Dampfpflüge übernahm. Auf vielen Reisen, un- ter anderem nach Ägypten und in die USA, warb er für die Einführung dampfmaschinengetriebener Pflüge in der Land- wirtschaft. Eyth war auch an der Errichtung der Seilschiff- fahrt auf dem Rhein maßgeblich beteiligt. Drei Jahre lang war Eyth Chefingenieur des ägyptischen Prinzen Halim Pascha. Wie viele seiner Erlebnisse beschrieb er diesen Auslands- aufenthalt in einer seiner autobiografischen Publikationen. 1882 kehrte Eyth nach Deutschland zurück. Er war maßgeblich an der Gründung der Deutschen Landwirt- schafts-Gesellschaft (DLG) 1885 beteiligt, deren ge- schäftsführender Direktor er bis 1896 blieb. Seine letzten Jahre verbrachte er hauptsächlich mit schriftstellerischer Tätigkeit bei seiner Mutter in Ulm. Sein Geburtshaus ist ein historisches Gebäude in Kirch- heim unter Teck und beherbergt heute ein Literaturmu- seum über Dichter und Schriftsteller, die mit der Stadt in Verbindung stehen. Im Obergeschoss werden Ausgaben von Max Eyths Büchern sowie Fotos und einige seiner Zeichnungen präsentiert.

Pages