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Magazin Kirchheim erleben Herbst/Winter 2013

TITELSTORY Nachdem sie früh beide Eltern verloren hatte, wuchs sie un- ter der Obhut ihres ältesten Bruders Friedrich Wilhelm auf. 1797 heiratete Henriette Herzog Ludwig von Württemberg, Sohn von Herzog Friedrich II. Eugen von Württemberg. Ihr Ehemann war zunächst Offizier in preußischen Diensten und ab 1800 General im russischen Dienst. Sein Karriereweg brachte wechselnde Aufenthaltsorte mit sich, wohin Hen- riette ihn stets begleitete. Dementsprechend brachte Hen- riette ihre fünf Kinder an fünf verschiedenen Orten zur Welt. Schon in jungen Jahren pflegte Ludwig einen äußerst luxu- riösen Lebensstil. Nach unsteten Jahren, in denen er sich sehr hoch verschuldete (rund 1,5 Millionen Gulden), ver- bannte sein Bruder, König Friedrich I. von Württemberg, die ganze Familie vom herzoglichen Hof und bestimmte ab 1811 das Schloss Kirchheim als dauerhaften Wohnort der Familie. Unter strengen Auflagen lebte das Ehepaar mit seinen Kin- dern im Schloss. Ludwig wurde sogar überwacht und seine Briefe zensiert. Bereits 1817 starb Herzog Ludwig und die 40-jährige Witwenzeit Henriettes begann. In dieser entwi- ckelte Prinzessin Henriette ein starkes soziales Engagement, das die Stadt Kirchheim bis heute prägt. Viele soziale Einrichtungen, wie ein Kindergarten (1838), das Krankenhaus (1840) oder die Freiwillige Feuerwehr, gehen auf ihre Initiative zurück. Aus Anlass ihres 150. Todestags ehrte die Stadt sie 2007 mit einer Ausstellung. Persönlichkeiten aus Kirchheim unter Teck Henriette von Württemberg Henriette von Württemberg wurde unter dem Namen Hen- riette Prinzessin von Nassau-Weilburg am 22. April 1780 in Kirchheim-Bolanden geboren. Sie starb am 2. Januar 1857 im Schloss Kirchheim unter Teck. Über ihre Mutter war Prin- zessin Henriette mit dem Welfenhaus verwandt und eine Ur- enkelin König Georgs II. von Großbritannien. 18 Wir möchten Ihnen in dieser Ausgabe vier bekannte Kirchheimer Persönlichkeiten vorstellen, deren Leben unsere Stadtgeschichte geprägt hat.

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