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Kirchheim erleben Magazin Frühjahr/Sommer 2013

TITELSTORY Liebe Leserinnen, liebe Leser, in dieser Frühlingsausgabe von „Kirchheim erleben“ möch- ten wir Ihnen den Weilheimer Luftbildfotografen Werner Feirer vorstellen. Er setzt unsere wunderschöne Voralbland- schaft sowie auch – unter anderem – Städte und Gemein- den der Region höchst professionell fotografisch in Szene. Sehen Sie tolle Aufnahmen aus luftiger Höhe und verfolgen Sie in unserem Artikel einen Flug, die Geschichte und die Leistungen Werner Feirers in Wort und Bild. Viel Spaß beim Lesen wünschen Ihnen die Herausgeber. Weilheim. Traumhaftes Herbstwetter. Die Alb liegt im glei- ßenden Dunst der Mittagssonne. Nur schemenhaft zeichnet sich die Silhouette von Aichelberg, Bossler und Limburg ab. Im Blau des Himmels bilden sich kleine Wolken. Von Süd- südwest kommt Wind auf, der Werner Feirer ein Schmun- zeln ins Gesicht treibt. „Das passt”, gibt sich der passionierte Gleitschirmpilot aus Weilheim selbst das Startsignal. Der 20-PS-Zweitakter-Rückenmotor mit dem kleinen Tank und dem Propeller steht bereits in Position auf dem grünen Rasen des Zeller Sportplatzes. Der 58-jährige Luftbildfoto- graf steigt in den schwarz-gelben Fliegeroverall, schnürt die hohen Bergstiefel, steckt sich Gummistöpsel in die Ohren, zieht die Sturmhaube über und setzt sich den Fliegerhelm auf. Dies alles geschieht ohne Hektik, in der konzentrierten Ruhe des auf Sicherheit bedachten, erfahrenen Piloten. Immer wieder wandert sein Blick hinüber zur zerfetzten Deutschlandfahne auf dem Dach des Vereinsheims. Der Wind kommt aus der richtigen Richtung. Werner Feirer breitet den blau-weißen, 30 Quadratmeter großen Schirm hinter dem roten Motorgestell aus, ordnet die Trag- und Steuerleinen und hängt den Motor ein. Dann schultert der gebürtige Esslinger den 40 Kilogramm schweren Motor mit dem Schutzkäfig, gurtet sich an, hängt den Notschirm ein und nimmt die Enden der Trag- und Steuerleinen sowie den Gasgriff auf. So steht er, fest verbunden mit dem Motorge- stell und dem Gleitschirm, da, blickt wiederholt zur Fahne, die als Windanzeiger herhalten muss, und überprüft noch- mals Gurtzeug und Leinen. Den Motor hat er bereits zuvor warm laufen lassen, der Propeller dreht im Standgas. Ein letzter Blick zur Windfahne, dann nimmt er die Arme in Schulterhöhe, läuft an, der Schirm steigt hinter dem Motor hoch und im gleichen Moment gibt Werner Feirer Vollgas. Die 20 PS dröhnen und heben nach wenigen Schritten Pilot und Motor am Gleitschirm in die Lüfte. Über dem Fußball- rasen schraubt sich der Motorglider mit 2,3 Metern in der Sekunde in die Höhe, wird immer kleiner und verschwindet schließlich, nur noch erkennbar als Punkt mit einer dunklen Sichel darüber, am Horizont. Das Achteinhalb-Liter-Gemisch Super bleifrei mit Öl reicht in der Regel für einen Zweistundenflug. In dieser Zeit liegt Wer- ner Feirer die Welt zu Füßen. Landschaften, Burgen, Ruinen, Eine Kameraplattform in luftiger Höhe 16

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